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Blog

26.04.2018 Hygiene-Blog: Der Hygieneplan

Warum ist es so wichtig, dass Einrichtungen des Gesundheitswesens einen Hygieneplan vorhalten?  Ist dieser in Zeiten knapper Ressourcen nur eine weitere aufwendige, gesetzlich geforderte Formalie oder doch ein hilfreiches Instrument innerhalb einer aktiven Infektionssprävention und wertvoller Beitrag zur internen Qualitätssicherung?

Gesetzlicher Hintergrund

Die gesetzlichen Forderungen zur Etablierung eines individuellen, einrichtungsspezifischen Hygieneplans sind unmissverständlich. Neben dem Infektionsschutzgesetz und den Hygieneverordnungen der Länder stellen auch die Regularien des Arbeitsschutzes (BiostoffV, TRBA250) die Verpflichtung klar heraus.  Interessant ist auch, dass sich die Rechtsgrundlage durch das Patientenrechtegesetz in den vergangenen Jahren zur sogenannten Beweislastumkehr geändert hat.  Zuvor oblag die Beweispflicht etwaiger Hygienedefizite beim Auftreten von daraus resultierenden Gesundheitsschäden beim Patienten. Nunmehr muss im Zweifel das Krankenhaus bzw. die Arztpraxis belegen, dass während der Patientenversorgung die hygienischen Anforderungen nach dem aktuellen Stand der medizinischen Wissenschaft eingehalten wurden. Der Hygieneplan ist dabei das wesentliche Element, die fundierte Hygieneorganisation der Einrichtung nachzuweisen.

Das übergeordnete Ziel eines jeden Hygieneplans ist die Prävention der Übertragung von Krankheitserregern und die Vermeidung von Infektionen.

Um Rechtssicherheit zu erlangen, ist es notwendig alle hygienischen Arbeits- und Verfahrensanweisungen individuell auf die Gegebenheiten der eigenen Einrichtung anzupassen. Im Hinblick auf den Kontakt mit den Aufsichtsbehörden ist entscheiden, dass nur diese verschriftlichen Hygienemaßnahmen als in der Einrichtung etablierte Abläufe anerkannt werden. Auch die mindestens jährlich und bei Neueinstellung durchzuführenden Hygieneschulungen des Personals sowie hygienisch relevante Fortbildungen und Qualifikationen sind innerhalb des Hygieneplans zu dokumentieren. Sofern abweichende Regelungen hinsichtlich der Dokumentation der Personalschulungen bestehen, wie beispielsweise anhand eines Schulungsplans, sollte der Hygieneplan einen entsprechenden Verweis enthalten.

Umsetzung in die Praxis

Gerade in Zeiten, in denen medial oftmals überspitzt und hysterisch durch „Killerkeime“ die hygienischen Zustände in den Einrichtungen des Gesundheitswesens stigmatisiert und der Ethos ganzer Berufsgruppen in Frage gestellt wird, bildet der Hygieneplan aber mehr als ein Beweismittel im Streitfall. Vielmehr ist er die Basis einer fachlich fundierten guten Hygienepraxis. Er fungiert als Grundstein einer offensiven Präventionsstrategie zur Vermeidung von Infektionen.

Zudem ist eine gelebte Infektionsprävention nur möglich, wenn alle Akteure hinsichtlich der Infektionsproblematik sensibilisiert und Instrumente zur Intervention vorhanden sind. Hier setzt der Hygieneplan an, er ist das Bindeglied zwischen einer Vielzahl gesetzlicher Vorgaben und Empfehlungen und den einrichtungsspezifischen praktischen Handlungsempfehlungen und Umsetzungsmöglichkeiten. Praktische Erfahrungen zeigen, dass eine gute, im Alltag gelebte Hygienepraxis maßgeblich von der Qualität der Planung abhängt.

Eine umfangreiche, kostenlose Vorlage zur Erstellung eines Hygieneplans für Arztpraxen ist online beim Kompetenzzentrum (CoC) Hygiene und Medizinprodukte der KVen und der KBV als Download verfügbar. Eine auf das Wesentliche beschränkte Vorlage kann außerdem kostenlos über 1aMedico bezogen werden.

 

Autor: Jennifer Schmitz, Fachgesundheits- und Krankenpflegerin für Krankenhaushygiene (Hygienefachkraft), HygieneManagement Solutions [Mail: j.schmitz@hygso.de]

 

Weiterführender Link:

https://www.hygiene-medizinprodukte.de/download/mustervorlage-hygieneplan-fuer-die-arztpraxis/

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